Rheinisch-Bergischer Kreis – Kreispolizei bilanziert Karnevalstage

Rheinisch-Bergischer Kreis (ots) – Die Kreispolizei zieht eine vorläufige
Bilanz der diesjährigen Karnevalstage.Die Anzahl aller Einsätze im Kreisgebiet bewegte sich in 2010 auf
Vorjahresniveau (711; 2009: 703). Einsätze rund um Körperverletzungen waren
dagegen rückläufig: 2010: 95; 2009: 116.

Dies korrespondiert auch mit der Anzahl der erstatteten Strafanzeigen im
Bereich der Körperverletzungsdelikte, die von 93 auf 80 zurückgegangen sind.
Insbesondere in Bergisch Gladbach ist der Rückgang von 51 auf 34
bemerkenswert.

Zum Vergleich die anderen Städte und Gemeinden (2010/2009): Burscheid: 1/3
Kürten: 12/11 Leichlingen: 8/4 Odenthal: 5/2 Overath: 15/10 Rösrath: 3/6
Wermelskirchen: 2/6

Durch die niedrigen Temperaturen hatten sich vor allem Jugendliche im
Vorfeld mit hochprozentigen Getränken ausgestattet. Ein Trend, der bei allen
Umzügen festgestellt wurde. Hierdurch waren die jungen Leute oft schon in
den Vormittagsstunden betrunken. Die Hemmschwelle sank und die polizeilichen
Einsatzkräfte mussten zahlreiche Platzverweise und vereinzelt Personen in
Gewahrsam nehmen, um den anderen friedlich schunkelnden Jecken die
ungestörte Teilnahme an den Zügen zu gewährleisten.

Der Direktionsleiter Gefahrenabwehr/Einsatz, Polizeidirektor Martin
Münchhausen, resümiert: “Die Karnevalszüge im Kreisgebiet waren auch in
diesem Jahr sehr gut vorbereitet, die Zusammenarbeit zwischen Veranstaltern
und Polizei kann als optimal bezeichnet werden. Insgesamt ist die Anzahl der
Straftaten deutlich rückläufig. Die Jecken konnten in der absolut
überwiegenden Zahl fröhlich und friedlich Karneval feiern.

Ein neues Phänomen bereitete der Polizei in diesem Jahr jedoch Sorgen: Wir
mussten über die Karnevalstage in Bergisch Gladbach Störergruppen
feststellen, die – unmaskiert und nicht alkoholisiert – Streitigkeiten
provozierten, um Körperverletzungsdelikte zu begehen. Das ist kein Problem,
das ursächlich mit Karneval zu tun hat. Derartige Tätergruppen wollen nicht
Karneval feiern, sie nutzen vielmehr das karnevalistische Treiben, um
gezielt Schlägereien anzuzetteln. Wir sind gegen derartige Gruppierungen
konsequent eingeschritten, was dazu führte, dass die Lage jeweils schnell
entspannt werden konnte. Einige dieser Personen mussten in Gewahrsam
genommen werden.

Wir werden unsere Erfahrungen in unsere Konzeption für die kommende Session
einfließen lassen, um die positive Bilanz fortzuschreiben. Ein besonderes
Augenmerk werden wir auf die Personen richten, die uns wegen ihres hohen
Aggressionspotenzials aufgefallen sind, um gegen sie zukünftig
Aufenthaltsverbote zu verfügen. Denn Schläger haben im Karneval nichts zu
suchen”.

Pressestelle
Polizei Rheinisch-Bergischer Kreis

51465 Bergisch Gladbach
Hauptstraße 1-9

Tel: 02202 205 120
Fax: 02202 205 285
pressestelle.rheinisch-bergischer-kreis@polizei.nrw.de

www.polizei-rbk.de

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